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Altes Land
Das Alte Land ist ca. 170 qkm groß, etwa 30 km lang und maximal 10 km breit. Die Grenzen des Alten Landes sind im wesentlichen natürliche: Im Nordosten bildet der breite Mündungsarm der Elbe seine Abgrenzung, im Südwesten ein 0,5 bis 3 km breiter Moorgürtel, im Nordwesten die Mündung des Flusses Schwinge und die Stadt Stade, im Osten verjüngt sich die Ausdehnung des Alten Landes und grenzt dort an die Marschsiedlung Moorburg. Schwinge, Lühe und Este, drei Nebenflüsse der Elbe, zergliedern das Alte Land auf natürliche Weise in drei Bezirke, die seit dem Mittelalter als „Meilen“ bezeichnet werden und durch die Umdeichung als Großpolder betrachtet werden können. Die Elbe ist den Gezeiten ausgesetzt; bis zur Errichtung der Sperrwerke an den Mündungen der Nebenflüsse im 20. Jahrhundert waren das auch die Schwinge, Lühe und Este.
„Das Alte Land ist eine Landschaft von herausragender Bedeutung und in seiner Zugehörigkeit zur europäischen seriellen Hollerkolonisation von universellem Rang. Die Elbe, das von Obstbau, Altländer Höfen und Kirchen, historischen Orten innerhalb der Marschenkultivierung mit Deichen und Gräben bestimmte maritime Landschaftsbild prägen die Einzigartigkeit dieser Landschaft, die im 20. Jahrhundert im In- und Ausland zur Wahrnehmung als „Obstparadies“ führte. Daher ist es dringend geboten, die Kulturgüter des Alten Landes als ihre Zentralwerte und integralen Bestandteile zu erhalten, zu pflegen und schonend weiterzuentwickeln“ …Burggraaff und Kleefeld aus „Länderübergreifen Kulturlandschaftsanalyse Altes Land“